#90 | Wie ein Groundhopper sein Herz an Thüringens Sportplätze verlor

Die Leidenschaft von Jonas Schulte ist das Groundhopping. Der hauptberufliche Journalist besucht in seiner Freizeit traditionsreiche Sportstätten. Häufig zieht es den Stadionsprecher des SC Hessen Dreieich Hessen dabei in den Osten Deutschlands. Da verwundert es nicht, dass er sein Hopper-Herz an ein Stadion in Thüringen verloren hat. Das Kaffeetälchen bezeichnete Jonas als „das schönste Stadion der Welt“ und sorgt so für einen Hopper-Ansturm bei den Spielen des derzeitigen Kreisligisten. Nach den Spielen sucht er stets das Gespräch mit den Menschen vor Ort, die ihm Geschichten erzählen, die man sonst nicht erfährt. In seinem Blog Groundblogging hält er sie dann fest. Im Podcast sprechen wir über das Groundhopping, dessen Geschichte und suchen die Stadien, die jeder Fußballfan gesehen haben muss.

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#89 | Die Akte Uwe Bardick

Das „Ministerium für Staatssicherheit“ ist längst Geschichte, doch immer wieder gibt es bedrückende Beispiele, wie der Geheimdienst vorgegangen ist, um unliebsame Sportler “auszuschalten”. Die „Akte Uwe Bardick” ist ein besonders spektakulärer Fall. Weil der Torhüter im Verdacht stand, das Europacup-Spiel in Bilbao zur “Republikflucht” aus der ehemaligen DDR nützen zu wollen, spritzte Mannschaftsarzt Hans-Werner Wallstab ein entzündungsförderndes Mittel. Damit war die Hoffnung auf einen Stammplatz in einer Oberliga-Mannschaft zerstört. Später musste Bardick zur Nationalen Volksarmee nach Drögeheide. Von dort wechselte er im Sommer 1989 zur BSG Wismut Gera und wurde sofort Stammtorhüter. Doch als der Eisernen Vorhang löchrig wurde, nutze Bardick die Chance zur Flucht. Zu groß war die Angst, dass sich dieser Vorhang wieder schließen könnte. Im Podcast berichtet der ehemalige Oberliga-Spieler über den Schock, als er seine STASI-Akte öffnete und die Ängste, die den Fußballer noch heute begleiten.

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SV Elstertal Silbitz/Crossen – BSG Wismut Gera 1:7 (1:1)

In einem kurzfristig vereinbarten Testspiel gewinnt der Verbandsligist BSG Wismut Gera nach 86 Spielminuten mit 7:1 beim Kreisoberligisten SV Elstertal Silbitz/Crossen. Noch zur Halbzeit stand auf der Anzeigetafel im Elstertal ein 1:1. Der ehemalige BSG-Keeper und Assistenztrainer Alexander Just hatte als Feldspieler mit einem eindrucksvollen 20-Meter-Schuss den zwischenzeitliche Ausgleich für die SV Elstertal erzielt. “Mann … Weiterlesen

#88 | Reibung erzeugt Wärme

Die BSG Wismut Gera wird am ersten September-Wochenende in die neuen Saison 2020/21 starten. Bisher sind zwar weder der Spielort noch der sportliche Gegner bekannt, auch ist die Frage nach der Teilnahme von Zuschauern noch nicht beantwortet. Doch unabhängig davon bereitet sich das Team um Kapitän Florian Schubert auf die neue Saison vor und hat den Oberliga-Aufstieg zum Ziel erklärt. Über die Vorbereitung, die Ab- und Zugänge sowie über eine historische Erklärung von Teilen des Vorstandes sprechen UFFTA, Remmidemmi, SuperG und Paparazzo.

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#87 | DDR-Fußballgeschichte in 280 Zeichen

Zum 30-jährigen Jubiläum des Mauerfalls präsentierten die Social-Media-Verantwortlichen der Sportschau ihren Followern nur die Bundesliga-Tabelle als „Mauerfall-Tabelle“. Der Punktestand in der DDR-Oberliga am 9. November 1989 spielt zum Wendejubiläum offensichtlich keine Rolle und das verdeutlicht erneut, dass der DDR-Fußball in der gesamtdeutschen Rückblende nur eine Nebenrolle einnimmt. Es sei denn, es geht um lustige Klubnamen, diese sorgen dann für Begeisterung in allen Redaktionen. Doch der DDR-Fußball ist für viele Fans ein wichtiger Teil ihrer Fußballsozialisation. Dabei geht es um deutlich mehr als den 1:0 WM-Sieg von 1974 oder Namen wie Sammer, Sparwasser und Thom. Umso wichtiger ist es, dass sich begeisterte Fußballhistoriker um die vermeintlichen Fußnoten in der deutschen Fußballgeschichte kümmern. Dazu zählt auch Lars Harnisch, der seit zwei Jahren auf dem Twitter-Kanal @fußballhistoriker über Siege und Niederlagen des DDR-Fußball berichtet und damit eine große Anhängerschaft begeistert.

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Neue Buchreihe berichtet über die BSG Wismut Gera

Ihr würdet gerne wissen, warum sich die Wismut Gera einfach nie in der DDR-Oberliga etabliert hat? Wie es mit dem Wuppertaler SV weiterging nach dem Abstieg aus der Bundesliga und warum man dort immer irgendwie mit Geldproblemen kämpft? Wie es Borussia Neunkirchen jemals in die Bundesliga geschafft hat und warum der FC Emmendingen 1964 zu Ligaspielen gegen den FC Bayern München auflief? Wenn das Dinge sind, die Euch interessieren und wenn das Klubs sind, bei denen eure Neugierde anspringt, dann ist die neue Buchreihe “ZEITSPIEL Legenden: Fußballvereine” genau das Richtige für Euch.

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ZFC Meuselwitz – BSG Wismut Gera 4:0 (2:0)

Beim Regionalligist ZFC Meuselwitz startete der Thüringenligist BSG Wismut Gera mit einer 0:4-Niederlage in die Saisonvorbereitung. Die Zipsendorfer konnten ein genehmigtes Hygienekonzept vorweisen und somit 290 Zuschauer begrüßen. Rudolf Gonzalez Vass brachte den ZFC in der 3. Minute in Führung. Ex-BSG-Spieler Dennis Blaser (29.), Cottrell Ezekwem (47.) und Serhat-Semih Güler (74.) waren die weiteren Torschützen.