#141 | Kampf um die Fanprojekte

Den Anfang machte die Veröffentlichung des 1979 vom Innenministerium in Auftrag gegebenen Gutachtens „Sport und Gewalt“. Darin wurde erstmals ein zielgruppenorientierter Einsatz von Sozialarbeitern in der Fanszene gefordert. In der Folge wurde 1981 in Bremen das erste Fanprojekt eröffnet. 40 Jahre später sind es aktuell 72 Einrichtungen, die sich um die Belange der Fußballfans kümmern. Erst kürzlich erfolgte die Genehmigung für die Standorte Würzburg und Krefeld.

Seit 1991 gibt es auch in Jena eine sozialpädagogische Anlaufstelle für Fußballfans. Das damalige Fanprojekt Thüringen war die erste derartige Einrichtung im Fußball-Osten. Aktuell sind 15 Fanprojekte im Ostverbund der Bundesarbeitsgemeinschaft organisiert. Deren Verdienst ist es, dass es in den vergangenen Jahren in den deutschen Fußballstadien friedlicher und sicherer geworden ist. Dennoch gibt es aktuell innerhalb des DFB eine Diskussion über eine mögliche Reform der Projektfinanzierung, die für Irritationen sorgt.

Anlässlich des 30. Geburtstages spreche ich mit Matthias Stein, dem langjährigen Leiter des Projektes in Jena, über eine erfolgreiche Fanarbeit, die alltäglichen Schikanen, die aktuelle Diskussion um die Projektfinanzierung und die Perspektive der Fanprojekte.

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#139 | Die Legenden-Elf der BSG Wismut Gera 1951-2021

Die Wismut-Fanszene feiert den siebzigsten Geburtstag ihrer Betriebssportgemeinschaft und ehrt dabei die herausragenden Spieler- und Trainerpersönlichkeiten der vergangenen 70 Jahre. Bei der von der WismutSzene51 in Kooperation mit BRENNPUNKT-ORANGE.DE durchgeführten Wahl duften die Anhänger, Fans und Freunde über ihre BSG-Legenden entscheiden. Über 1.000 Teilnehmer haben die Chance genutzt. Die Jury um Fußballhistoriker Lars und Fußballfibel-Autor Boxer haben sich dann die endgültige Auswahl nicht leichtgemacht. Im Podcast stellen Lars und Danny die BSG-Legenden-Elf vor. Zusätzlich senden Ronny Steinbach, Phillip Roy sowie Carsten Hänsel Geburtstagsgrüße an die BSG.

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#138 | Die Geschichte der BSG Wismut Gera – Teil 3 – Die Wende: Cottbus, Nürnberg und schließlich Berga

Am 7. Oktober 1951 wurde die BSG Wismut Gera gegründet. Über die Höhen und Tiefen der vergangenen 70 Jahre berichtet im Podcast Lars Harnisch. Der Historiker ist nicht nur ein Kenner der Geschichte des Geraer Fußballs sondern ist ebenfalls ein ausgewiesener Experte, wenn es um Fußball in der DDR geht.

Im 3. Teil stehen zwei Spiele aus der Wendezeit im Fokus, die den Wismutfans lange Zeit in Erinnerungen blieben. Da ist zum einen der sensationelle Pokalsieg gegen Oberligist BSG Energie Cottbus und zum anderen die knappe 2:3 Niederlage im vielbeachteten Freundschaftsspiel gegen den Bundesligist 1. FC Nürnberg. Doch in der Folgezeit ging es für den Geraer Fußball zunächst als FSV Wismut Gera und später als 1. SV kontinuierlich abwärts. Zwar schaffte der 1. SV im Sommer 1999 noch einmal die Rückkehr in die 4. Liga, doch 2003 folgte die Insolvenz und der Absturz bis in die Bezirksliga. Mit der Neugründung des FV Gera-Süd endete zwar die Geschichte des 1. SV Gera. Doch es begann ein kontinuierlicher Aufstieg der Süd-Kicker, die seit 2009 unter dem Namen Ballsportgemeinschaft Wismut Gera am Steg spielen. Der Höhepunkt dieser Entwicklung war das gewonnen Derby im Sommer 2011 gegen den Stadtrivalen 1. FC Gera 03. Über verpasste Chancen und die Bedeutung von Derbyniederlagen diskutieren Lars und Danny im dritten Teil der Chronik.

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#137 | Die Geschichte der BSG Wismut Gera – Teil 2 – Die Oberligajahre

Am 7. Oktober 1951 wurde die BSG Wismut Gera gegründet. Über die Höhen und Tiefen der vergangenen 70 Jahre berichtet im Podcast Lars Harnisch. Der Historiker ist nicht nur ein Kenner der Geschichte des Geraer Fußballs sondern ist ebenfalls ein ausgewiesener Experte, wenn es um Fußball in der DDR geht.

Im 2. Teil beantwortet Lars die Frage nach den Helden des ersten Oberligaspiels unter dem Namen Wismut. Schließlich wurde die Elf der BSG Motor Gera und deren Spielrecht am 29. März 1953 in die BSG des Trägerbetriebes SDAG Wismut überführt. Insgesamt sechs Jahre spielte die BSG in der DDR-Oberliga. Was dies Gründe für den jeweiligen Abstiege waren und warum ein dreifacher Spielerwechsel den Status als Nummer 2 innerhalb der SDAG manifestierte, wird im
Podcast genau so analysiert wie die verfrühte Premiere der Kombination aus schwarzer Hose und orangenen Trikots.

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#136 | Die Geschichte der BSG Wismut Gera – Teil 1 – Die Anfänge

Am 7. Oktober 1951 wurde die Betriebssportgemeinschaft Wismut Gera in der Gastätte Walhalla in Untermhaus gegründet. Über die Höhen und Tiefen der vergangenen 70 Jahre berichtet im Podcast Lars Harnisch. Der Historiker ist nicht nur ein Kenner der Geschichte des Geraer Fußballs sondern ist ebenfalls ein ausgewiesener Experte, wenn es um Fußball in der DDR geht.

Im 1. Teil der Chronik im Audioformat berichten Lars und Danny von den Anfängen des Geraer Fußballs. Dabei spielt der Arbeiterfußball in Gera-Pforten eine besondere Rolle. Genau dort startete der organisierte Fußball nach dem 2. Weltkrieg bei der SG Pforten neu, die später in die BSG VEB Gera-Süd überführt wurde. Diese erreichte im Sommer 1949 das Finale des FDGB-Pokals. In der Folge wurde vertrat die nach RFT und Mechanik gegründete BSG Motor die Ostthüringer Stadt in der DDR-Oberliga.

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#135 | Gerhardt Hoppe: Der Europacupfinalist aus Gera-Süd

Gerhardt Hoppe ist der einzige Thüringer Torschütze in einem Europacupfinale. Am 13. Mai 1981 sorgte der schussstarke Abwehrspieler des FC Carl Zeiss Jena für die 1:0-Führung der Thüringer im Düsseldorfer Rheinstadion. Die Fußballerkarriere von „Schlaks“ begann im Erdbeerstadion in Gera-Pforten. Mit 18 Jahren holte Trainer Manfred Kaiser den Kfz-Mechaniker in die 1. Männermannschaft der BSG Wismut Gera, drei Jahre später wurde er nach Jena delegiert. Am Ende seiner Fußballer-Laufbahn kann Gerhardt Hoppe auf 176 DDR-Oberliga-Spiele (155 für Jena, 21 für Gera) und vier erzielte Tore (3/1) zurückblicken. Hinzu kommen 26 (1 Tor) Europapokal- und 24 (1) DDR-Pokalspiele. Im Podcast berichtet der ehemalige Spieler und Trainer über seine Zeit in Gera, die eindrucksvolle Saison 1980/81 in Jena sowie seinen Ausschluss aus der DDR-Nachwuchsnationalmannschaft.

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#126 | Oberliga-Aufstiegsrunde

Der Aufstieg aus der Verbandsliga Thüringen in die NOFV-Oberliga-Süd wurde erstmals in einer Aufstiegsrunde ausgespielt. Beide Halbfinals sorgten für beste Unterhaltung und gingen in die Verlängerung. Dort konnten sich der SV 09 Arnstadt gegen den FSV Schleiz und die Preußen aus Langensalza in Gera durchsetzen. Das spannende Finale gewannen die Arnstädter mit 2:1 und und spielen so in der Saison 2021/22 neben FC Rot-Weiß Erfurt, FC An der Fahner Höhe, FC Carl Zeiss Jena II, FSV Martinroda, FSV Wacker 90 Nordhausen und dem FC Einheit Rudolstadt als siebtes Thüringer Team in der Oberliga. Über die historische Aufstiegsrunde sprachen wir mit Preußen-Stürmer Martin Fiß und Stadionsprecher Markus Fromm.

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#120 | Heimatlos im Paradies

Im Sommer 2020 verabschiedete sich der einzige Thüringer Bundesligist FF USV Jena ohne einen einzigen Sieg aus der 1. Liga und schloss sich mit allen Mannschaften dem FC Carl Zeiss Jena an. Als Ziele wurden die “Bündelung aller Kräfte” und die “Weiterentwicklung des Frauen- und Mädchenfußballs in Jena“ angeführt. Doch während die Fußballerinnen nunmehr in den Farben „Blau, Gelb und Weiß“ im Paradies um den Aufstieg in die 1. Bundesliga spielen, ging der Fanclub „Block-B“ diesen Weg nicht mit und stellte die Unterstützung (vorerst) ein. Im Podcast spricht Robert Schmiedel, der den Jenaer Frauenfußball sei vielen Jahren unterstützt, über die Beweggründe.

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#118 | Unbeugsam

Der Historie des Fußballs in Thüringen enthält wunderbare Geschichten von historischen Europapokalnächten, emotionalen Derbys und einer über viele Jahre erfolgreichen Nachwuchsarbeit. Doch auch die Vita des langjährigen und erfolgreichen Jenaer Nachwuchsleiters Walter Jahn, der aus seinem Club geworfen wurde, weil sein Sohn Roland Jahn als Staatsfeind galt, gehört zur Geschichte des Thüringer Fußballs. Im Podcast spricht der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) über den Tod seines Jenaer Freundes Matthias Domaschk, die Haft in der Untersuchungshaftanstalt der Bezirksverwaltung Gera des Ministeriums für Staatssicherheit, die Leidenschaft seines Vaters Walter Jahn für den FC Carl Zeiss Jena sowie über die Eingliederung der Stasi-Akten in das Bundesarchiv.

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#117 | Die Fußballzeitreise

Der Deutschlandfunk bezeichnete die Fußballzeitreise in Bad Tabarz einst als „das Kontrastprogramm zur multimedialen Erlebniswelt“ des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund und als die mit 25 Quadratmetern vielleicht „kleinste Fußballausstellung Deutschlands“. Ob diese Beschreibung zutreffend ist, fragen wir in der 117. Podcastausgabe Marcel Wedow, den Gründer der Fußballzeitreise.

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