#218 | 26 Jahre – Der Aufstieg des FC Blau-Weiß Linz

Dramatischer und spannender hätte es am Ende nicht sein können. Nach einer Niederlage gegen den SV Horn hatte der Stahlstadtklub den großen Vorteil aus der eigenen Hand gegeben. Doch nach einem spannenden letzten Spieltag ist der FC Blau-Weiß Linz – 26 Jahre nach der Neugründung – Meister der 2. Bundesliga und somit Aufsteiger in die 1. Liga Österreichs. Über die Höhen und Tiefen der 26jährige Geschichte sowie das Fotofinish der Saison 2022/2023 berichtet Richard Turkowitsch im Podcast.

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#216 | Der Intelligenzparagraph und die Geschichte des FK Austria Wien

Der 1911 gegründete FK Austria Wien aus dem 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten zählt zu den erfolgreichsten Fußballklubs in Österreich. Aufgrund der Zusammensetzung seiner Mitglieder, die aus gutbürgerlichen, bildungsnahen Schichten kamen, galt die Austria schon früh als Verein der Intellektuellen, Studenten und Kaufleute. Als „Amateure“ gewannen die Violetten 1924 ihre erste Meisterschaft. Vor zehn Jahren – im Sommer 2013 – gelang unter Trainer Peter Stöger der vorerst letzten Meisterschaftsieg. In der Zwischenzeit liefert der Verein vor allem abseits des Rasen viel Stoff für Schlagzeilen. Die finanziellen Schwierigkeiten sind das bestimmende Theme und sorgen in den letzten Jahren regelmäßig für großes Bangen bei der Lizenzvergabe. Über die Geschichte sowie die Perspektive eines der großen Fußballklubs in Österreich berichtet Journalist Clemens Zavarsky.

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#215 | Zurück zu den Wurzeln: Die Geschichte des FC Admira Wacker Mödling

Wer mehr über die Geschichte der zwei Traditionsvereine Wacker und Admira Wien erfahren will, der muss nach Maria Enzersdorf reisen. Das dortige Bundesstadion Südstadt bietet 10.600 Plätze und damit 2.000 mehr als die Markgemeinde Einwohner hat. Beheimatet ist hier der FC Admira Wacker Mödling, der 1971 durch die Fusion der Admira mit Wacker Wien entstand. Die Admira kann auf acht Meistertitel und fünf Pokalsiege sowie eine bewegte Geschichte als “ESV Admira-NÖ Energie” zurückblicken. Der Sportklub Wacker, für den u.a. Turl Wagner und Gerhard Hanappi spielten, steuert einen weiteren Meistertitel und Cupsieg hinzu.

So entsteht eine spannende Vereinsgeschichte, die auch in jüngerer Vergangenheit mit Felix Magath als sportlichen Leiter einiges zu bieten hat und von den Fans viel Leidensfähigkeit verlangt. Nach dem letztjährigen Abstieg aus der Bundesliga befindet sich der Traditionsverein nun auch in der 2. Liga im Abstiegskampf, was die Frage nach einem Zukunftskonzept aufwirft. Über die Vergangenheit und die Gegenwart von Admira Wacker berichtet Matthias Schwaiger, der seit über 40 Jahren die Südstädter durch alle Höhen und Tiefen begleitet.

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#213 | Mythos Rapid

2015 entwickelten die Mitglieder des SK Rapid Wien ein gemeinsames Leitbild. Darin heißt es: „Der SK Rapid steht für Werte aus Tradition. Unser Name ist und bleibt “Sportklub Rapid”. Unsere Farben sind und bleiben grün und weiß. Unser Wappen ist unveränderlich.“ Die Bedeutung mag bei oberflächlicher Betrachtung aus Deutschland vielleicht nicht sofort deutlich zu werden, doch spätestens die jüngere Geschichte des Sportvereins Austria Salzburg, der 2005 zeitgleich Namen und Vereinsfarben verlor oder die starke Präsenz der Farbe Rosa bei Linzer Athletik-Sport-Klub, die weder im Fanblock noch in der eigenen Geschichte sondern nur beim Sponsor zu finden ist, zeigen, dass den Rapid-Mitgliedern mit diesem Beschluss etwas gelungen ist, was in Fußball-Österreich alles andere als selbstverständlich ist. In Wien-Hütteldorf bleiben Vereinsname und -farbe in der Zukunft unantastbar. Über einen besonderen Verein mit einer großen Tradition berichtet Vereinshistoriker Laurin Rosenberg.

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#211 | Das Rapideum: Gemeinsam. Kämpfen. Siegen.

Am 22. Juli 1897 wird der „1. Wiener Arbeiter Fußball-Club“ vereinsbehördlich zugelassen. Damit ist der Vorläufer des SK Rapid der zehnte Fußballverein, der in Wien seine Tätigkeiten aufnimmt. Die Gründungstatuten sind erhalten geblieben und sind Landesarchiv Niederösterreich gut aufgehoben. Eine originalgetreue Reproduktion findet sich im Rapideum, dem vereinseigenen Museum am Gerhard-Hanappi-Platz 1. Dabei handelt es sich um ein besonderes Museum. Beim SK Rapid kann man auch ein Foto mit einem Pokal machen, doch in erster Linie soll das Museum ein Ort der Debatte und des Austauschs sein. So gibt es – neben vielen Trophäen und Medaillen – auch Platz für einen kritischen Blick auf die Vereinshistorie.

Laurin Rosenberg war von 2015 bis 2022 Leiter des vereinseigenen Museums Rapideum im West-Stadion, welches den Namen Allianz-Stadion trägt und steht noch heute für Führungen durch das Weststadion bereit. Im Dezember 2023 jährt sich die Eröffnung zum zwölften Mal. Grund genug um über eine Erinnerungsstätte des Fußballs in Wien bzw. Österreich ausführlich zu sprechen.

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#209 | Die Straßenbahner in der 1. Liga

Als einer der ersten Vereine, die ihre Heimat nicht in der Hauptstadt Wien hatten, gelang dem Grazer Sportklub Straßenbahn 1938 der Aufstieg in die Nationalliga. Insgesamt dreimal spielte der der steirische Verein in der höchsten österreichischen Spielklasse. In der Zwischenzeit sind diese erfolgreichen Zeiten zwar vorbei, aber der Fanclub Tramway Funatix und ein engagierter Bezirksvorsteher sorgen dafür, dass der Verein und dessen Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Hinzu kommt eine besondere denkmalgeschützte Heimspielstätte. Die Straßenbahner spielen in der legendären Gruabn, der früheren Spielstätte des SK Sturm Graz. Insbesondere die über 80 Jahre alte Holztribüne zieht Groundhopper sowie Fans magisch an und ist ein markantes Objekt des Grazer Stadtbildes. Über einen ehemaligen Erstligisten und dessen heutige Situation berichtet Hanno Wisiak aus Graz.

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#204 | Glaube. Liebe. Rapid.

Am Platz des ehemaligen Gerhard-Hanappi-Stadions wurde im Sommer 2016 die neue Heimstätte des SK Rapid Wiens, das Allianz Stadion, fertiggestellt. Neben dem einzigartigen Rapideum gibt es eine weitere Besonderheit. Im Bereich der Haupttribüne findet sich der grün-weißen Andachtsraum. Hier können Rapid-Fans jeder Konfession den Bund des Lebens schließen, ihre Kinder taufen lassen, Abschiede feiern oder Gottesdienste durchführen. Mitverantwortlich für diese Besonderheit ist Rapid-Pfarrer Christoph Pelczar. „Für Jesus waren immer die einfachen Dinge wichtig und er nahm für seine Botschaften Bilder aus dem Leben der Menschen. Ganz sicher würde er heute Verbindungen zum Fußball schaffen“, erklärte der Fußball-begeisterte Priester. Und genau um diese Verbindungen geht es in der Episode 204 des Podcasts.

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#200+1 | Wetten dass ..?

… auch in Zukunft der Fußball eine Plattform für Spielmanipulationen bietet. Denn das klassische Bild von reichen Fußballern mag in den TV-Ligen wohl stimmen, für die unteren Ligen passt es nicht. Corona-Krise, steigende Energiepreise, hohe Inflation – die finanzielle Situation vieler Vereine und Spieler bzw. Spielerinnen ist angespannt. Und das nutzen Match-Fixer skrupellos aus. Über einen aktuellen Fall von Spielmanipulation berichtet Simon Hirt, Host und kreativer Kopf hinter dem Mikrofon des ballesterer-Podcasts.

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#200 | Kurz-Geschichten

Wie gestaltet man nun so eine Jubiläumsepisode? Ganz einfach, man lädt sich wie in den vorherigen Episoden wunderbare Menschen ein. Der Gast der Jubiläums-Episode sagte einmal über sich: „Der wahrscheinlich einzige gebürtige Rostocker, der keinen Fisch isst. Aufgewachsen in der mecklenburgischen Einöde. Dort gelernt, kurze Sätze zu bilden. Beim Studium in Potsdam gemerkt, dass Politikinteressierte nicht Politik studieren sollten. Zum Journalismus gekommen, um Teletext-Tafeln zu schreiben.“ Später schrieb Christian Bartlau das Buch „Ballverlust“. Er nennt es „Besinnungsaufsatz“, der eine 212 Seiten umfassende Abrechnung mit dem „marktkonformen Fußball“ ist. Über den Fußball als Ware der Unterhaltungsindustrie spricht Christian in einer Episode, die zugleich einen Beitrag zur Deutsch-Österreichischen Freundschaft leisten soll. Und wenn ich zum Geburtstag einen Wunsch äußern darf. Bitte nutzt die Bewertungsfunktionen Eurer Podcatcher noch intensiver und empfehlt den Podcast weiter.

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#198 | Fußball unterm Hakenkreuz

Der Wiener Fußball gehörte im Nationalsozialismus wie schon in den frühen 1930er Jahren zur Spitzenklasse: Er begeisterte Massen und feierten bedeutende Erfolge. Gleichzeitig kam es auch zu widerständigen Ausschreitungen auf Fußballplätzen. Der Sammelband „Fußball unterm Hakenkreuz in der Ostmark“ verdeutlicht die verschiedenen Facetten dieser Zeit und zeigt den Stand der wissenschaftlichen Forschung. Die Autoren hinterfragen populäre Mythen. Jahrzehntelang gepflegte Opferlegenden erwiesen sich als nicht haltbar, tatsächliche Opfer waren hingegen vergessen worden.

So war der Fußballer Matthias Sindelar als Star der Wiener Austria und des Wunderteams bereits zu Lebzeiten eine Legende. Die Umstände seines Todes im Jahr 1939 machten ihn endgültig zu einem Mythos. Der Papierene wurde zur wichtigsten Symbolfigur für Opfer- und Widerstandslegenden im österreichischen Fußballgedächtnis. Seit 2003 wird seine Rolle im Nationalsozialismus – er hatte 1938 ein Kaffeehaus zu einem günstigen Preis arisiert – kritischer bewertet. Der Historiker David Forster berichtet im Podcast über den Fall Sindelar und die Legende vom unpolitischen Sport.

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