Vier Sonderhefte im Vergleich

Print lebt – und gerade im Umfeld einer Fußball-Weltmeisterschaft zeigt sich jedes Mal aufs Neue, dass sorgfältig produzierte Sonderhefte mehr sind als nur ein Begleitprodukt zur digitalen Berichterstattung. Die monatelange Arbeit, die in den WM-Sonderheften der großen Magazine steckt, verdient Aufmerksamkeit. Für viele Haushalte gehören sie inzwischen fest zur WM-Vorbereitung – ein Stück Tradition zwischen Statistik, Emotion und Sammelwert.

Die zentrale Frage lautet daher nicht ob man ein WM-Sonderheft kauft, sondern welches. Und wenn es nach Leidenschaft ginge, vermutlich alle. Doch realistisch betrachtet lohnt sich ein genauer Vergleich der wichtigsten Ausgaben: 11FREUNDE, kicker, SPORT BILD und Ballesterer.

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FC An der Fahner Höhe – BSG Wismut Gera 6:0 (1:0)

Die BSG Wismut Gera verliert des vorletzte Saisonspiel deutlich und steigt damit zum zweiten Mal in zwei Jahren ab. „Das Auftreten von Gera war fragwürdig. Man hat gemerkt, dass die Mannschaft tot ist. Es war deren letzte Chance und die haben sie nicht genutzt. Ein wirkliches Aufbäumen war nicht zu spüren, keiner, der die Mannschaft … Weiterlesen

Historischer Doppelabstieg mit Ansage – und niemand übernimmt Verantwortung

Die BSG Wismut Gera ist abgestiegen. Nicht knapp, nicht unglücklich, nicht aufgrund einer einzelnen Fehlentscheidung. Nach einer 0:6-Niederlage steht die Mannschaft als erster Absteiger aus der Thüringenliga fest. Damit endet eine Saison, die wie kaum eine andere die strukturellen Probleme des Vereins offengelegt hat. Wer nach einem solchen Debakel eine Erklärung, eine Einordnung oder wenigstens … Weiterlesen

328 | Stoffkultur: Die Geschichten hinter den Trikots

Stefan Appenowitz beschäftigt sich seit Jahren mit einem Gegenstand, der für viele Fußballfans weit mehr ist als Sportbekleidung: dem Trikot.
Als Autor mehrerer Bücher zur Geschichte von Fußballtrikots, Herausgeber des Trikotmagazins und Gastgeber des Podcasts „STOFFKUNDE“ erforscht er die kulturelle, historische und wirtschaftliche Bedeutung eines Stücks Stoffes, das Erinnerungen, Identität und Fußballgeschichte transportiert.
Im Mittelpunkt dieser Episode steht die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 – und damit die größte Trikotbühne der Welt. Von den 48 teilnehmenden Nationen werden mehr als 77 Prozent von nur drei Herstellern ausgestattet: Adidas, Nike und Puma. Welche Auswirkungen hat diese Marktkonzentration auf die visuelle Identität des Weltfußballs? Warum dominieren Retrodesigns? Und wie stark prägen globale Markenstrategien heute das Erscheinungsbild von Nationalmannschaften?
Stefan Appenowitz spricht über legendäre WM-Trikots, die Entwicklung der Trikotkultur, Sammlerleidenschaft, Sponsorenästhetik, Stoffe und Materialien sowie über die Frage, warum manche Trikots Jahrzehnte überdauern und zu kulturellen Symbolen werden.
Eine Reise durch die Geschichte und Gegenwart des Fußballtrikots – zwischen Nostalgie, Design, Kommerz und der Suche nach der Seele des Spiels.

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Zwei, drei oder vier?

Es treibt mir tatsächlich die Tränen in die Augen. Vielleicht liegt es daran, dass ich es noch immer nicht wahrhaben will. Vielleicht liegt es daran, dass ich diesen Verein seit 44 Jahren begleite, um die aktuelle Situation einfach als eine weitere Tabellenkonstellation abzutun. Fakt ist: Die BSG Wismut Gera steht unmittelbar vor dem historischen und … Weiterlesen

Vom Derbysieg 2011 zum Abstiegsplatz 2026

Manchmal gibt es Spiele, die mehr verändern als Tabellenstände. Das Derby 2011 zwischen der BSG Wismut Gera und dem 1. FC Gera 03 war genau so ein Spiel. 1027 Zuschauer kamen damals ins Stadion der Freundschaft. Wochenlang war die Stadt elektrisiert. Auf der einen Seite der große Meisterschaftsfavorit, unterstützt von Stadt, Wirtschaft und Sponsoren. Auf … Weiterlesen

327 | Ein Theaterstück

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 soll das größte Turnier der Geschichte werden: 48 Teams, 104 Spiele, drei Gastgeberländer – USA, Kanada und Mexiko. Doch je näher das Turnier rückt, desto deutlicher wird: Diese WM ist längst mehr als ein sportliches Großereignis. Menschenrechtsorganisationen warnen vor Sportswashing und politischer Instrumentalisierung. Das Auswärtige Amt passt seine Reisehinweise für die USA an. Ticketpreise und Reisekosten steigen auf ein Niveau, das viele Fans ausschließt. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit rund um Visa, Sicherheit und politische Spannungen im Gastgeberland. Und aus dem deutschen Fußball heraus wird eine Debatte angestoßen, die der DFB lieber vermeiden würde: Sollten Fans und Verbände überhaupt in die USA reisen? Die Reaktionen fallen deutlich aus: Boykott? Völlig verfehlt. Völliger Quatsch. Besonders scharf fiel zuletzt die internationale Kritik an der Inszenierung rund um die FIFA aus. Der Mirror sprach im Zusammenhang mit der Vergabe des sogenannten Friedenspreises von einem „widerwärtigen Theaterstück“ – einem Machtspiel, in dem Fußball nur noch Kulisse sei. Vor diesem Hintergrund sprechen wir in dieser Folge von Brennpunkt Orange mit der Journalistin Alina Schwermer über die WM 2026 – und darüber, wie politisch, exklusiv und widersprüchlich dieses Turnier bereits jetzt ist. Es geht um die Rolle der FIFA und ihres Präsidenten Gianni Infantino, um die Nähe zu Donald Trump, um das Schweigen des DFB, um die Frage nach einem möglichen Boykott – und um die grundsätzliche Frage, ob der Fußball seine eigene politische Realität noch ernst nimmt.

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Das wilde Saisonfinale

Die Saison 2025/26 ist beendet – und Royale Union Saint-Gilloise bleibt einer der faszinierendsten Vereine Europas. Union gewinnt den belgischen Pokal im Derby gegen Anderlecht, beendet die Liga als Vizemeister und sorgt Woche für Woche für Schlagzeilen: sportlich, emotional und kulturell. Gemeinsam mit Justus vom Fanclub beUNION sprechen wir über: die Niederlage bei STVV und die Rote Karte gegen Kevin Mac Allister, die Aussagen von Christian Burgess, den Pokalsieg gegen Anderlecht, die Demütigung in Brügge, das frustrierende 0:0 in Gent und den spektakulären 5:1-Saisonabschluss gegen Anderlecht. Außerdem diskutieren wir die Rolle der Fans, die Vorfälle rund um Charleroi und Standard Lüttich und suchen die Kandidaten für die Awards 2025/26.

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Wie ein Lebenswerk zerbricht – und ein Verein sein Herz verliert

Ein Kommentar Vor ziemlich genau 65 Jahren wurde Udo Korn Mitglied der Betriebssportgemeinschaft. Für viele ist er das Urgestein der BSG Wismut Gera – Aufstiegsheld, Torjäger und später auch Trainer. Vor allem aber ist er – gemeinsam mit Hermann Just – einer der Hauptgründe, warum es diesen Verein heute überhaupt noch gibt. Nichts ist größer … Weiterlesen