#236 | Hugo Meisl und die Erfindung des modernen Fußballs

Hugo Meisl ist der Vater des österreichischen Wunderteams, das in den 1920er und 1930er Jahren für Furore sorgte. Zugleich gilt er als einer der wichtigsten Wegbereiter des modernen Fußballs: Der visionäre Trainer prägte die Einführung des Profitums und initiierte erste europäische Wettbewerbe. Die Enkel von Hugo Meisl, Andreas und Wolfgang Hafer, sind studierte Historiker und forschten jahrelang u.a. in Familienarchiven. In der 2007 erschienenen Biografie sowie in der Podcastepisode anlässlich Meisls 142. Geburtstag beleuchten beide Historiker ein entscheidendes Stück europäischer Fußballgeschichte.

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#235 | Historisch!

Ein wahres Spektakel bot sich den Zuschauern beim Traditionsduell im Albert-Kuntz-Sportpark, als sich die BSG Wismut Gera gegen den FSV Wacker Nordhausen mit einem furiosen 4:3 durchsetzte. 700 Zuschauer – darunter ca. 150 Mitreisende aus Gera – sahen ein in jeder Hinsicht besonderes Spiel. So musste die BSG nach der Roten Karte für Stefan Schumann in der 48. Minute und einem weiteren Platzverweis für Markus Güttich in der 88. Minute das Spiel mit 9 Spielern beenden. Über einen Sieg des Willens und eine sehr lange Nachspielzeit berichten Trainer Kevin Brettfeld und Wismut-Präsident Maximilian Weiß in der Podcastepisode 235.

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#234 | Fußball und Menschenrechte

Dr. Susanne Franke gehörte viele Jahre dem Vorstand der „Schalker Fan-Initiative“ an und engagiert sich intensiv für die Interessen von Fußball-Anhängern. Mit der Initiative Back2Bolzen schuf sie gemeinsam mit einem engaierten Team ein kreatives Gegenprogramm zur vergangenen WM. Dies war somit Teil der Bewegung BoycottQatar2022, zu dessen Kernteam Dr. Susanne Franke zählte. Diese vielbeachtete Initiative hat sich nun dazu entschlossen, seine wichtige Arbeit unter dem Slogan Fairness United zu verstetigen und sich dauerhaft Menschenrechtsfragen im Fußball zu widmen – insbesondere in Hinblick auf die internationalen Turniere. Im Brennpunkt stehen dabei die die Tätigkeit der Verbände und die Menschenrechtslage in Saudi-Arabien, dem Austragungsland der Klub-WM 2023 und auch vermutlich der WM 2034. Auch mit der EM 2024 in Deutschland will sich Fairness United befassen und sich dabei vor allem den Hauptsponsoren samt ihren Lieferketten widmen. Über die neue Initiative und deren Perspektive berichtet Dr. Susanne Franke.

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BSG Wismut Gera – FSV 06 Ohratal 3:1 (2:1)

Am 11. Spieltag in der Thüringenliga konnte die BSG Wismut Gera ihre Erfolgsserie vor 360 Zuschauern am Steg auch gegen den FSV Ohratal fortsetzen und gewann mit 3:1 (2:1). Mit dem vierten Heimsieg festigte die Wismut ihre Tabellenführung in der Thüringenliga und bleibt als einziges Team ohne Niederlage. Den frühen Rückstand durch Heuns Treffer in … Weiterlesen

#233 | Fussball, Fankultur und Gesellschaft in Israel

Doch diese Episode steht natürlich unter dem Eindruck des Terrorangriffs auf den Staat Israel uns seine Bürgerinnen und Bürger am 7. Oktober. Über Tausend Menschen wurden ermordet, unzählige zum Teil schwer verletzt oder als Geiseln genommen. Die Nachrichten und Bilder aus Israel sind erschütternd. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer, den Verletzen und denen, die weiterhin um vermisste oder entführte Personen bangen müssen. Wir haben uns geschworen – Nie wieder. Niemand darf das Existenzrecht Israels in Frage stellen. Und fest an der Seite Israels zu stehen, bedeutet eben auch, sich mit Kultur und Gesellschaft zu beschäftigen.

Die israelische Gesellschaft ist stark politisiert und das betrifft eben auch den Fußball. Maccabi, Hapoel und Beitar sind Namen von Sportvereinigungen, die eng mit der Geschichte Israels, der zionistischen Bewegung und seiner Gesellschaft verbunden sind. Auch wenn die Zuschauerzahlen nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen sind, haben einzelne Teams eine große Anhängerschaft. Felix Tamsut ist ein in Deutschland lebender Israeli, der u.a. für die Deutsche Welle über Fankultur und Politik im deutschen Fußball berichtet. In der Podcastepisode berichtet der Journalist, welche politischen und gesellschaftlichen Realitäten des jüdischen Staates sich auch im Fußballsport und seiner Fankultur widerspiegeln.

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#232 | Liebe den Sport. Leite das Spiel.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat vor einigen Monaten das Jahr der Schiris ausgerufen und daher wollen wir auch im Podcast den Fokus auf eine der größten Herausforderungen des Fußballs lenken. Auf der einen Seite betrachten wir mit großer Sorge die Statistiken über fehlende oder nicht einsatzfähige Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter. Auf der anderen Seite mehren sich Vorfälle, wie Bedrohungen bis hin zu tätlichen Angriffen auf die Schiedsrichter. Nun kann man sicher in unserem Thüringer Fußball nicht davon sprechen, dass Gewalt auf den Sportplätzen und in den Stadien herrscht. Trotzdem müssen die Vorkommnisse in Hildburghausen, auf dem Sportplatz Heuckewalde im Burgenlandkreis und kürzlich beim FSV 06 in Kölleda nachdenklich machen. Was sich aber – unabhängig von der Aufarbeitung dieser Vorfälle – verbessern muss, ist die Empathie und die Wertschätzung im Umgang gegenüber unseren Schiedsrichtern durch alle Beteiligten. Mit einem offenen Brief hat der KFA Westthüringen genau dies thematisiert und mediales Interesse erreicht. Wir hatten darüber bereits in der Epsiode 189 mit Schiedsrichter Martin Falk gesprochen. Es sind aber auch und besonders die Vereine gefordert. Viele beklagen, dass sie sich erfolglos bemühen. Andere Vereine haben ständig eine ausreichende Anzahl an Schiedsrichtern. Die Praxis zeigt, dass die Vereine sich um die Schiedsrichter bemühen müssen, sowohl in der Schiedsrichtergewinnung als auch bei deren weiterer Betreuung im Verein, bis hin zu den Schiedsrichtern aus den anderen Vereinen, die als Unparteiische zum Spiel kommen. Wie dies gut gelingen kann, berichten Karsten Krause, als Mitglied des Verbandsschiedsrichterausschusses und Volker Westhaus, als Mitarbeiter im Fußballverband und dort zuständig für Schiedsrichterwesen, Verbands- u. Sportrecht und Gewaltprävention.

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#231 | IN LOVING MEMORY


Seit fünf Jahren gibt es das Projekt „Trauer und Fußball“, das den vielseitigen und kreativen Umgang mit Tod und Trauer im Fußball und seiner Fankultur sichtbar macht. Dazu werden die verschiedenen Formen der Trauerkultur im Fußball gesammelt, geordnet, erforscht und verfügbar gemacht. Vor drei Jahren erstellte das kleine Team erstmals ein Fanzine, welches sowohl mit dem Inhalt als auch durch das Old-School-Layout für bundesweite Aufmerksamkeit sorgte. Zum fünfjährigen Jubiläum präsentiert das Team von „Trauer und Fußball“ am Welthospiztag eine zweite und besondere Fanzine-Ausgabe. Grund genug um die Carmen Mayer über ein besonderes Projekt, die Höhen und Tiefen der vergangenen 60 Monate und die Perspektive der Trauerarbeit im Umfeld des Stadions zu sprechen.

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