Der Amateurfußball wird ab 2. November ruhen. Was passiert, wenn die Saison nicht zu Ende gespielt werden kann?

Bund und Länder suchen nach einem Rezept, um das exponentielle Wachstum der COVID-19-Fallzahlen in den Griff zu bekommen. In einer Videoberatung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten geriet dabei auch der Amateurfußball in den Fokus. Nach übereinstimmenden Medienberichten wird der Amateurfußball im gesamten November ruhen.

Die beschlossenen Maßnahmen gelten ab 2. November. Welche Spiele bis kommenden Montag noch ausgetragen werden können, legen die lokalen Verbände fest. In den Regionen Bremen, Hamburg, Rheinland, Saarland, Schleswig-Holstein und Südwest ruht bereits der Spielbetrieb.

Aufgrund des vollen Terminkalenders könnte die Unterbrechung in der Verbandsliga Thüringen dazu führen, dass die Saison nicht vollständig zu Ende gespielt werden kann. Was im Fall der Fälle zu geschehen hat, regelt dabei die Spielordnung des Thüringer Fußballverbandes (TFV). Dort heißt es in § 11 Abs. 4: Sollte es auf Grund außergewöhnlicher Umstände (Pandemie o.ä.) nicht möglich sein, eine Punktspielsaison regulär abzuschließen, so wird folgendes festgelegt: Maßgebend ist der Zeitpunkt des notwendigen Saisonabbruchs, den nur der Verbandsvorstand festlegen kann.

Sind zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs mehr als 50 Prozent der zu Saisonbeginn festgelegten und angesetzten Punktspiele durchgeführt, so kommt die Quotientenregelung zu Auf- und Abstieg zur Anwendung. Es gilt der Tabellenstand zum festgelegten Tag des Abbruchs, bei unterschiedlicher Anzahl von Spielen erfolgt eine Wertung unter Anwendung der Quotientenregelung (Punkteschnitt pro ausgetragenes und gewertetes Spiel).

Sind weniger als 50 Prozent der Spiele absolviert, so wird die Saison annulliert und nicht gewertet. Alle zum Zeitpunkt des Abbruchs aktiven Mannschaften behalten für die Folgesaison den Startplatz in der jeweiligen Liga.

Aktuell sind acht Spieltage in der Verbandsliga absolviert. Aufgrund einzelner Ausfälle konnten bisher 70 von 306 geplanten Spielen ausgetragen werden. Dies entspricht einer Quote von 22,9 %. Demnach müssten mindestens noch 84 Partien oder ausgetragen werden, um eine Wertung der aktuellen Saison zu ermöglichen.